Es ist die blaue Stunde. Das schönste Licht des Tages.
Sie dauert etwa 20 bis 30 Minuten.
Kurz vor Sonnenaufgang, kurz nach Sonnenuntergang.
Der Himmel wechselt von Blau über Violett zu Rosa weiches, diffuses Licht ohne harte Schatten. Für Fotografen ist das Gold.
Was du brauchst.
Ein Stativ ist Pflicht, bei langen Belichtungszeiten und wenig Licht gibt es keine Alternative.
ISO niedrig halten, am besten 100 oder 200, damit das Rauschen gering bleibt.
Blende offen für mehr Licht, RAW-Format für maximalen Spielraum in der Nachbearbeitung.
Den Weißabgleich kannst du im RAW später anpassen, konzentriere dich beim Fotografieren auf das Motiv.
Was gut funktioniert.
Stadtsilhouetten vor dem blauen Himmel.
Wasserreflexionen.
Architekturdetails die im Tageslicht untergehen.
Porträts mit dem sanften Restlicht als natürlichem Aufheller.
Langzeitbelichtungen mit Wolken oder fließendem Wasser.
Was du beachten solltest.
Das Zeitfenster ist knapp.
Wer zu spät kommt, hat es verpasst.
Checke vorher die genaue Uhrzeit des Sonnenuntergangs und sei 10 Minuten früher vor Ort.
Im Winter beginnt die blaue Stunde später, im Sommer früh morgens.
Ich gehe bewusst zu ungewöhnlichen Zeiten raus, die blaue Stunde ist einer der Gründe dafür.
Unser Outdoor-Fotokurs findet genau in diesen Abendstunden statt.
Nicht zufällig.


